Mittelmeerkrankheiten

Erkrankungen

Versteckte Erkrankungen


da dies ein wichtiges Thema ist, klären wir auch in unseren Vorgesprächen über mögliche versteckte Krankheiten der Tiere auf.

Hier möchten wir euch vorab und nochmals einen Überblick und auch wichtige Hinweise geben.

  • Unsere Tiere dürfen nur ausreisen, wenn ein Tierarzt sie zuvor als nicht infektiös und transportfähig eingestuft hat. 


  • Sie werden medizinisch betreut und auch auf die gängigsten auftretenden Krankheiten getestet.



Dennoch ist es möglich, dass Krankheiten in den Tieren schlummern:


  • Durch längere Inkubationszeiten (z.B. Leishmaniose kann nach JAHREN ausbrechen)


  • durch schwere Nachweisbarkeit in einem frühen Stadium der Krankheit


  • Krankheit kommt durch Stress (z.B. der Reise) zum Ausbruch, sodass die Krankheiten erst nach der Ankunft in Deutschland festgestellt werden können. 


----> Auch eine Infizierung, nachdem der Hund im Ausland getestet wurde, aber bevor er in Deutschland ankommt, ist jederzeit möglich. 



>>>>>DAHER sollte ein weiterer Test (auf Mittelmeererkrankungen) in ca. 
6 Monate nach Ankunft der Tiere erfolgen, sodass die entsprechenden Krankheiten frühzeitig erkannt und therapiert werden können. 
Sprecht hierzu bitte mit eurem Tierarzt und lasst euch beraten. 



Bei einem Befund raten wir dringend dazu, zu einem Tierarzt zu gehen, der sich mit sog. Reisekrankheiten auskennt! Eine genaue Diagnose und entsprechend darauf abgestimmte Behandlung ist sehr wichtig, denn gerade geschwächte Tiere mit schlechtem Immunsystem vertragen eine übermäßige Behandlung mit verschiedenen, teilweise prophylaktisch gegebenen Medikamenten schlecht, da es u.a. ihren Kreislauf extrem belasten kann, bis hin zum Kreislaufversagen, oder andere Folgeschäden hervorruft.

Bitte denkt auch an einen Aufbau des Darmes euer Fellnase. Der Darm hat den größten Immunsystemanteil eures Hundes und braucht nach bestimmten Behandlungen, z.B. mit Antibiotika dringend Unterstützung !



Auch ein Ausbruch von Symptomen mit Giardien, gerade bei immungeschwächten Tieren, ist möglich. Wie auch eine Ansteckung nach Ausreise!

Um unsere Adoptanten und Pflegestellen so gut wie möglich im Vorfeld aufzuklären und auf mögliche Krankheiten vorzubereiten, gehen wir im Folgenden auf die wichtigsten typischen Reisekrankheiten sowie auf andere, häufiger vorkommende Erkrankungen oder Parasiten von Auslandshunden ein.

Uns ist wichtig den Mittelmeerkrankheiten den Schrecken zu nehmen, denn die Krankheiten sind heilbar, oder im Fall der Leishmaniose, zumindest gut behandelbar und unter Kontrolle zu halten!
So dass die Hunde trotzdem ein glückliches Leben haben und ein hohes Alter erreichen können.
Auch wenn es theoretisch in einigen Fällen nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, stellen die Krankheiten in der Regel keine Gefahr für den Menschen oder andere Tiere dar.

Da wir keine Garantie für die Gesundheit der Hunde übernehmen können, haften wir als Vermittler bei Adoptionen nicht im Krankheitsfall!!
Auf Pflegestellen untergebrachte Hunde werden in Absprache mit der Pflegestelle weiterhin von uns medizinisch versorgt. Durch ihre Unterschrift bestätigen die Adoptanten und Pflegestellen uns den Erhalt dieser Informationen und senden diesen unterschriebenen Bogen an uns zurück.

Natürlich stehen wir den Adoptanten und Pflegestellen im Falle einer auftretenden Krankheit weiterhin jederzeit mit Rat und Tat beiseite.

Die gängistgen Erkrankungen:

Babesiose:

Ehrlichiose:

 
Ehrlichien sind Bakterien, die innerhalb von Zellen leben, vor allem innerhalb von bestimmten weißen Blutkörperchen. 

Sie kommt hauptsächlich in warmen, südlichen Ländern vor, aber auch in Deutschland besteht ein geringes Ansteckungsrisiko. 

  • Eine Übertragung von Hunde-Ehrlichiose auf den Menschen ist theoretisch denkbar, aber äußerst unwahrscheinlich und wurde  bisher noch nie nachgewiesen. 


  • Eine Übertragung von Hund zu Hund wäre nur über direkten Blutkontakt in Form einer Bluttransfusion möglich. 


  • Ehrlichiose ist vollständig heilbar.


  • Überträger: Die braune Hundezecke


  • Ansteckung: Bei der Aufnahme von Blut durch die Zecke.


  • Inkubationszeit: 8-20 Tage


  • Krankheitsverlauf: In der ersten Krankheitsphase von 2-4 Wochen Symptome wie Fieber, Nasenausfluss, Augenausfluss, geschwollene Lymphknoten, vergrößerte Milz, verminderte Fresslust, Müdigkeit. Da die meisten Hunde nicht schwer krank sind, wird das Stadium leicht übersehen.


  • Lange Phase: ohne Krankheitssymptome 40-120 Tage, manchmal Jahre. Das Tier ist nicht krank, hat evtl. etwas zu wenig Blutplättchen. Der Erreger zieht sich in die Milz zurück. Das Immunsystem kann es schaffen ihn abzutöten, er kann sich dort lebenslang aufhalten, oder es kann zu einer chronischen Erkrankung kommen.

  • Chronische Erkrankung: Die Ansteckung liegt sehr lange zurück. Geschwollene Lymphknoten, 
  • vergrößerte Milz, Nasenbluten, Blutungen in die Haut oder Schleimhäute, Veränderungen an den Augen bis zur Blindheit, neurologische Veränderungen wie Krampfanfälle durch Hirnhautentzündung.


  • Behandlung: Behandlung mit Doxycyclin, einem Antibiotikum, das auch in Zellen wirkt. Daneben gibt es symptomatische Maßnahmen wie Bluttransfusionen, Vitamine oder auch Kortisontherapie.


  • Sehr gute Prognose, nur in der fortgeschrittenen chronischen Phase kann unter Umständen der Erreger evtl. nicht mehr eliminiert werden und es kann zu Todesfällen kommen. 

Anaplasmose

Dirofilarien  

Leishmaniose

Hepatozoonose:

Giardiose:

Räude/Milben:

Demodex:

Flöhe:

Würmer:

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Würmern, die Hunde befallen können, vornehmlich sind dies :

  • Bandwürmer (z.B. Gurkenkern-Bandwurm, Hundebandwurm, Fuchsbandwurm), 
  • Rundwürmer (z.B. Hakenwurm, Spulwurm) 
  • sowie Herzwürmer. 


Sie sind häufig auftretende Parasiten und in der Regel 
weder lebensbedrohlich noch besonders gefährlich, da sie meist gut behandelbar sind. 

Allerdings können sie, je nach Wurmart und Stärke des Befalls, auch zu ernsthaften Erkrankungen führen und sind daher besonders bei Welpen oder immunschwachen Tieren schnellstens zu behandeln. 


  • Hunde stecken sich auf verschiedene Wege mit Würmern an, z.B. über orale Aufnahme, durch Schnuppern oder lecken, z.B. an infiziertem Kot, anderen Tieren wie Mäusen, Igeln und Vögeln, etc. 


  • Bestimmte Bandwürmer werden auch von Flöhen übertragen! 


  • Aber auch eine Übertragung vom Muttertier auf Welpen ist möglich, je nach Wurmart über die Muttermilch oder noch im Mutterleib. Hakenwürmer werden über die Haut übertragen, Herzwürmer von Stechmücken. 


  • Die Symptome hängen davon ab, wie weit fortgeschritten der Wurmbefall ist, und um welche Art Wurm es sich handelt. Symptome können sein: Schwäche und Müdigkeit, Gewichtsverlust, Juckreiz am After, Durchfall, schleimiger oder blutiger Kot, Erbrechen, Hautreizungen und Ekzeme, aufgeblähter Bauch. 


  • Als Folgeerkrankungen sind chronische Erkrankungen wie Entzündungen im Darm möglich, Darmverschluss, Blutarmut, starker Gewichtsverlust oder Gelbsucht. Eine genaue Diagnose des Wurmbefalls ist notwendig, um gezielt dagegen vorgehen zu können. 


  • Die Nachweisbarkeit von manchen Wurmarten, wie z.B. Herzwürmern, ist in frühen Stadien oft schwierig, aber eine Behandlung muss immer auf die entsprechenden Würmer abgestimmt sein. Kotproben, auch mehrfache, sind also unter Umständen ratsam 

Euer Paws of Love- Team