Vermittlung/Adoption


Ein würdiges Leben in Frieden und Freiheit gibt es für die meisten Hunde in Rumänien nicht. Sie leben auf den Straßen, in städtischen Tierheimen, an kurzen Ketten und in ständiger Angst.
Auf den Straßen ist es die Angst vor Autos und Menschen, davor nicht genug Futter zu finden oder von den Hundefängern qualvoll eingefangen zu werden. In den städtischen Tierheimen ist es die Angst vor Kämpfen, die entstehen weil sie kaum Futter bekommen. Die Angst der Nächste zu sein der nicht mehr zurück kommt. An kurzen Ketten ist es die Angst vor Schlägen, davor kein Futter zu bekommen oder die Angst keine Luft mehr durch die Kette zubekommen. 
Sie würden gerne ein normales, friedliches Leben auf den Straßen führen, aber da die Macht der Menschen über dem der Tiere steht, ist das nicht möglich. 

Deswegen nehmen wir bei uns alle Hunde auf, für die wir einen Paten/Adoptant finden, ganz egal ob von der Straße, den städtischen Tierheimen oder auch von privaten Personen. Wir werden keine Welpen am Straßenrand sterben lassen oder sich selbst überlassen, wir werden sie retten und sie versorgen. Und für all diese Fellnasen suchen wir ein Zuhause mit viel Liebe, Wärme und ein gewisses Maß an Freiheit.

Ganz besonders wichtig ist für uns, dass die Fellnase und die neue Familie gut zusammen passen. 
Aus diesem Grunde arbeiten wir vor Ort mit den Fellnasen, um sie besser kennenzulernen und somit auch einschätzen zu können. Unsere Rumänische Angestellte, wie auch wir kümmern uns um die Sozialisierung, denn viele müssen erst wieder die scheu zum Menschen verlieren. Allerdings ist eine Fellnase aus dem Tierschutz immer ein „ Überraschungspaket“.
Wir können sie zwar vor Ort einschätzen, aber manchmal verändern die ganzen Erlebnisse,die Fellnase. Somit können wir keine verbindliche Aussage zu dem Verhalten der Fellnasen sagen. Vieles was für uns zum „normalen Alltag“ gehört, kennen sie nicht. Autofahren, Fahrradfahren oder auch Treppenlaufen, ist für sie völlig neu und fremd. Sie kennen kein Geschirr oder eine Leine, genauso wie sie Geräusche,wie ein Staubsauger oder Föh nicht kennen. All das kann für den einen Hund total aufregend sein und sie haben Spaß daran alles zu lernen, für den anderen hingegen ist es sehr befremdlich und er reagiert mit Angst und braucht erst viel Zeit um zu lernen, dass er nun in Sicherheit ist. 

Da wir leider nichts zur Kinderverträglichkeit sagen können, haben wir uns entschieden, erwachsene Hunde in Haushalte mit Kinder ab 12 Jahre zu vermitteln und Welpen in Haushalte mit Kinder ab 6 Jahren. Diese Maßnahmen müssen wir machen, um das Risiko, dass es nicht klappt und der Hund weg muss, zu minimieren und natürlich Kinder vor möglichen Gefahren zu schützen.
Sollte es, aus welchem Grund auch immer, nicht klappen werden wir ein neues Zuhause für die Fellnase suchen. Allerdings klappt dies nicht immer sofort und somit sollte es möglich sein, sich um die Fellnase noch einige Zeit zu kümmern, bis wir eine Pflegestelle oder ein neues Zuhause gefunden haben. Wir arbeiten mit ausgebildeten Hundetrainer zusammen und stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. 
Oftmals benötigen die Fellnasen allerdings viel Zeit, bis sie sich eingewöhnt und eingelebt haben und diese sollte man der Fellnase auch gewähren.
Natürlich sind wir auch nach der Adoption jederzeit für unsere Adoptanden und Fellnasen da und lassen niemandem im Stich, schon gar nicht, wenn Probleme auftreten.